Top 5 Wintergefahren für Hunde

Einfach süß, wenn unsere Hunde durch den Schnee tapsen – sei es im gemeinsamen Winterurlaub oder vor der Haustür. Vor allem, wenn sie dieses weiße Zeug zum ersten Mal erkunden. Damit diese Winterfreude jedoch nicht getrübt wird, haben wir hier 5 Gefahren gelistet, die in der kalten Jahreszeit das Wohlbefinden deines Lieblings beeinträchtigen können.

1. Süßes, Salziges & Hochprozentiges

Vor allem in der Weihnachtszeit lockt gefühlt an jeder Ecke Schokolade. Falls deine Fellnase immer Hunger hat, solltest du daher unbedingt darauf achten, dass keine Adventskalenderschoki oder kakaohaltigen Plätzchen in Maul-Weite liegen. Denn Schokolade ist für Hunde giftig. Es gilt: je dunkler, desto giftiger.

Doch auch salzige Snacks, die wir an langen Winterabenden auf dem Couchtisch bereithalten, sind nichts für Vierbeiner. Die Hundenieren sind nicht geschaffen für solche Salzmengen und Gewürze bei Chips können den Verdauungstrakt ebenfalls reizen.

Eigentlich selbstverständlich, aber der Vollständigkeit halber sei es erwähnt: Natürlich ist auch Alkohol ein absolutes No-Go für deinen Hund. Glühwein & Co. sind ausschließlich für Herrchen und Frauchen, denn Hochprozentiges verursacht bei Hunden schwere Leber- und Nierenschäden.

Achte bei heißen Getränken (also auch der Teekanne auf dem Stövchen) darauf, dass dein Hund es nicht umwerfen kann und sich so Verbrühungen zuziehen könnte.

2. Rollsplitt, Streusalz & Co.

Zeitgleich mit den sinkenden Außentemperaturen machen sich auch die Streufahrzeuge wieder auf den Weg und sorgen für Sicherheit auf den ansonsten spiegelglatten Straßen. Für unsere Vierbeiner ist Rollsplitt in der Regel etwas harmloser als Wintersalz. Wobei die Kombination aus beidem den Hundepfoten überhaupt nicht guttut.

Die Hundeballen sind durch die Nässe und Kälte anfälliger für Risse. Scharfkantiges Eis und Salz reizen oder verletzen die zarte Haut zwischen den Ballen zusätzlich. Infolgedessen fängt es an zu jucken, dein Hund leckt und knabbert an den Pfoten – und das verschlimmert in der Regel die offenen Stellen.

Ein weiteres Problem: Das Salz landet dadurch im Hundemagen und reizt da auch noch den Magen. Die gleiche Gefahr besteht, wenn dein Hund zu viel (verunreinigten) Schnee frisst. So entsteht möglicherweise eine schmerzhafte Schneegastritis. Pass also – wie zu jeder Jahreszeit – auf, was dein Hund zu sich nimmt.

Ob Streusalz oder Schnee: Pfotenpflege beim Hund lohnt sich im Winter definitiv. Entweder du hältst eine kleine Schüssel mit lauwarmem Wasser bereit oder du achtest darauf, dass er über salzfreien Schnee läuft, bevor es ins Haus geht. So werden die Pfoten von Salzresten befreit.

Wenn nötig, kannst du die Ballen auch eincremen oder deinem Hund Hundeschuhe anziehen, wenn auf eurer Strecke immer besonders viel gestreut wird.

3. Frostschutzmittel

Schnell geht etwas beim Einfüllen von Scheibenfrostschutz daneben oder Autos verlieren etwas davon. Meistens macht sich niemand groß darüber Gedanken, allerdings schmeckt diese Flüssigkeit mit Ethylenglykol süß für Hunde und Katzen. Das macht es so gefährlich.

Im Körper von Haustieren führt es zu einer Nierenentzündung bis hin zum -versagen. Also, schau genau hin, an was für einer Pfütze der Vierbeiner so interessiert schnuppert und leckt …

4. Dunkelheit

Natürlich kann Dunkelheit deinem Hund gefährlich werden, wenn Autofahrer ihn auf der Abendrunde nicht gut sehen können. Leuchtende Halsbänder oder reflektierende Geschirre schaffen hier jedoch leicht Abhilfe.

Anders sieht es mit den Gefahren für die Hundeseele aus: Wenn die Tage kürzer und dunkler werden, können auch Tiere eine Art Winterdepression bekommen. Ein veränderter Wach- und Schlafrhythmus in Verbindung mit gedämpfter Stimmung, einem erhöhten Ruhebedürfnis und gesteigertem Appetit (oder genau das Gegenteil) sind Zeichen dafür.

5. Kälte

Manche verlachen es als modischen Spleen von Herrchen oder Frauchen: Hundekleidung. Doch ältere Hunde oder solche mit sehr kurzem Fell bzw. ohne Unterwolle, wie etwa die schlanken Whippets, sollten vor zu großer Kälte geschützt werden – im Winter kann Hundebekleidung also durchaus sinnvoll sein. Größentabellen helfen, das passende Modell zu finden.
Langhaarige Rassen haben bei niedrigen Temperaturen zwar einen erheblichen Vorteil, aber auch hier solltest du dir an sehr kalten Tagen überlegen, ob der Spaziergang nicht etwas kürzer ausfallen sollte. Wenn dein Vierbeiner anfängt zu bibbern und den Schwanz einzieht, sind das klare Zeichen, dass es ihm zu kalt ist. An diesen Tagen kannst du die kürzeren Gassirunden gut durch kleine Spiele zu Hause kompensieren.

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