Welpen trainieren: die Basics

Du hast dich dazu entschlossen, mehr Liebe in dein Leben zu lassen und das in Form von einem süßen Hundebaby. Herzlichen Glückwunsch! Auf euch kommt eine aufregende, tolle und spannende Zeit zu. Jeden Tag wird sich deine kleine Fellnase über dich freuen, dich mit großen Kulleraugen angucken und dich bedingungslos lieben.


Damit ihr beide versteht, was der jeweils andere von euch möchte, solltest du das Thema Training jedoch von Tag 1 an in den Alltag integrieren.

Was sollte ich meinem Welpen als Erstes beibringen?

Das Wichtigste: Bring ihm seinen oder ihren Namen bei. So kannst du die Aufmerksamkeit, wann immer nötig, auf dich lenken und bringst dem Hundekind darüber den Rückruf bei. Als Nächstes sind „Sitz“ und „Platz“ oder „Ablegen“ dran.


Abgesehen davon, dass ihr beide viel mehr Spaß habt, wenn die Kommunikation zwischen euch gut funktioniert, wird es auch eure Beziehung zueinander stärken. Schließlich verbringt ihr ganz nebenbei Zeit zusammen und lernt euch kennen.

1. Bring deinem Welpen seinen Namen bei

Über seinen Namen und „komm“ bringst du ihm den Rückruf bei. So kannst du dein Hundebaby in Gefahrensituationen sofort in Sicherheit bringen, da er im besten Fall im Handumdrehen den Weg zu dir antritt. Dies ist eines der wichtigsten Kommandos. Deswegen solltest du viel Zeit dafür einplanen und, wie immer, Geduld. Je besser dieser Befehl sitzt, desto sicherer fühlt ihr euch auf gemeinsamen Spaziergängen.


Also: Sag den Namen plus das Kommando „komm“. Und wenn er bei dir ist, bekommt er ein Lob, Leckerli oder sein Lieblingsspielzeug – je nachdem, was am besten wirkt. In einem geräumigen Zimmer bei euch zu Hause oder in einem eingezäunten, kleinen Gebiet ist das beste Umfeld für dieses Training. Im Park sind seine Freunde, neue Eindrücke und Gerüche – dagegen hast du anfangs kaum eine Chance.

2. Handtouch: Hand an Schnauze

Verbinde das mit dem Rückruf. Du hältst das Leckerli in der Hand und rufst den Welpen zurück. Sobald er mit seiner Schnauze deine Hand berührt, wird er gelobt und bekommt das Leckerli. So stellst du nicht nur eine Verbindung zu deinem Fellknäuel her, es lernt auch Körperkontakt zu dir positiv zu besetzen. Schließlich gibt es direkt nach der Berührung ein Leckerli, Lob oder eine Spielrunde mit seinem Teddy. Außerdem gewöhnt er sich daran, eine Hand nah an seinem Gesicht zu haben – und das ist bei vielen verschiedenen Situationen wichtig.

3. Rückruf trainieren

Jetzt kennt dein Welpe nicht nur seinen Namen, auch das Kommando „komm“ ist ihm geläufig. Um das zu verfestigen, könnt ihr beide das Ganze unter schwierigeren Bedingungen im Park üben. Dafür ist eine fünf Meter lange Schleppleine gut, damit dein Welpe lernt, sich in diesem Umkreis von dir zu bewegen.


Sobald er sich weiter entfernen möchte, trittst du auf die Leine, er stoppt (muss er ja) und du rufst ihn. Wenn er zu dir kommt, erhält er eine Belohnung. Nach ein paar Mal hat dein Hund das verinnerlicht und ihr könnt das nächste Level, sprich, die nächste Leinenlänge versuchen.

Besonders knifflig wird es für den Kleinen, wenn er mit seinen Hundefreunden spielt. Natürlich ist er dann abgelenkt. Rufe ihn und wenn er dann nicht hört (was vollkommen normal wäre), wartest du einfach ein paar Minuten, lässt ihn weiterspielen und gehst dann erst zu ihm.


Dadurch verhinderst du, dass er das an-die-Leine-nehmen rein negativ besetzt. Beim nächsten Mal nimmst du ihn sofort an die Leine, lobst ihn und machst ihn direkt wieder los. Das klingt erstmal kontraproduktiv, wird aber langfristig die Leine und das Anleinen bei ihm im Kopf nicht mit etwas Negativem verbinden.


Die Welpenzeit ist super aufregend. Dein Welpe wird sich auch immer stark an dir orientieren. In der Praxis heißt das: Wenn du Spaß an dem Training hast, wird er es auch haben. Und wenn du dich über einen erfolgreich trainierten Befehl freust, dann tut er das auch.

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